Ich bin Straßenfahrer, kein Rennfahrer. Ein Straßenfahrer mit sportlicher Ambition, falls man sowas heutzutage überhaupt noch sagen darf. Ja, ich bin kein Kind von Traurigkeit und habe Spaß am flotten Kurvenräubern im dynamischen Flow.
Geradeaus Highspeed-Ballern ist allerdings nicht mein Ziel, das langweilt mich eher. Schnurgerade Bundesstraßen und Autobahnen meide ich darum wie der sprichwörtliche Teufel das Weihwasser.
Ich tanze am liebsten schwungvollen Salsa über die kurvigsten Landstraßen die ich finden kann.
Draußen in freier Wildbahn habe ich meinen Erfahrungsschatz über drei Jahrzehnte aufgebaut. Dabei war mein Motto stets, dass Erfahrung alleine nichts bedeutet, wenn man sie nicht immer wieder reflektiert, um daraus zu lernen.
Wer über Jahrzehnte die immer gleichen Fehler macht, hat zwar auch viel Erfahrung. Doch was wäre die wert?
Darum habe ich immer wieder Fahrsicherheitstrainings sowie Kurven- und Schräglagentrainings bei verschiedenen Anbietern absolviert, um mich selbst und mein Können auf die Probe zu stellen und zu vertiefen. Und tue das bis heute.
Ich besuche regelmäßig Trainings, kaum eine Saison ohne.
Parallel habe ich mich im Selbststudium über die Jahre permanent in Fahrphysik und -technik autodidaktisch fortgebildet und tue es laufend. Mit Hilfe von Fachbüchern hervorragender Menschen wie Keith Code, Bernt Spiegel, Hans Eberspächer, Benno Brandlhuber et al. (um nur wenige Beispiele zu nennen), Publikationen sowie Fachbeiträgen in der Motorradpresse, Lehrvideos, Online-Tutorials, Blogs und Vlogs von Rennfahrern, Fahrtrainern und Riding Schools.
Stets ein Ansporn ist der Austausch mit meiner lieben Frau, die 2015 ihren Motorradführerschein machte und mit ihrem unstillbaren Wissensdurst Auslöser war, mein einst eher „intuitives“ Fahren in formuliertes und fundiertes Wissen zu packen, um ihre Fragen beantworten zu können.
Mit ihr und durch sie bin auch ich zu einem besseren Fahrer geworden.

Für mein Verständnis von Fahrdynamik und -physik hilft mir vermutlich auch, dass ich ein technisch interessierter und versierter Hobbyschrauber bin. Von Kindesbeinen an habe ich schon mit meinem Papa an Autos geschraubt. Heute sind es mehr die Motorräder an denen ich mir die Finger ölig mache. Wer versteht wie ein Motorrad technisch funktioniert, versteht auch leichter wie diese Technik unterm Hintern im Einsatz auf der Straße arbeitet.
Als Gründer einer Motorradgruppe im niederbayerischen Raum habe ich außerdem einiges an Erfahrung als Tourguide gesammelt. Gruppenausfahrten mit bis zu 20 Motorrädern im Korso habe ich schon angeführt und heil wieder nach Hause gebracht.

